UG Gründen

UG gründen - Ablauf, Kosten und Vorteile

Was ist eine Unternehmergesellschaft (UG)? Definition und Fakten.

Die Unternehmergesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft nach dem deutschen Recht. Es handelt sich um die kleinere Variante einer herkömmlichen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Die UG ist eine juristische Person und gilt nach § 13 Abs. 3 GmbHG als Handelsgesellschaft im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB). Dies gilt unabhängig davon, ob tatsächlich auch ein Handelsgewerbe betrieben wird. Jede Unternehmergesellschaft ist damit gleichzeitig Kaufmann. Es gelten die besonderen Regeln und Pflichten nach dem Handelsgesetzbuch. Die UG ist eine juristische Person, (im Regelfall) voll körperschaftsteuer- und gewerbesteuerpflichtig, und sie muss ihre Jahresabschlüsse nach Maßgabe der §§ 325, 326 HGB veröffentlichen.

UG gründen

Eine UG gründen, erfordert die Einhaltung von Formvorschriften. Gründer verwenden entweder ein Musterprotokoll oder eine individuelle Satzung. Diese eignet sich für die Erstellung individueller Vereinbarungen, beispielsweise wenn mehrere Gesellschafter vorhanden sind. Beim UG gründen, erfolgt ein Eintrag in das Handelsregister. Dabei ist die Anwesenheit eines Notars erforderlich. Beim UG gründen, ist mit Kosten in Höhe mehrerer hundert Euro zu rechnen. Die größte Kostenposition stellen die Notarkosten dar, die um Gerichtskosten und die Gebühren für die Handelskammer (IHK) ergänzt werden. Die Anfertigung von individuellen Gesellschaftsverträgen verursacht ebenfalls Gebühren. Die Kosten für die Gewerbeanmeldung und die Steuerberaterkosten sind verhältnismäßig niedrig und fallen kaum ins Gewicht. Der Kauf einer UG durch HDB bietet den Vorteil einer kostengünstigen, schnellen und professionellen Gründung. Eine UG gründen online, ist relativ einfach. Gründer haben die Möglichkeit, eine Vorrats- oder Mantelgesellschaft zu gründen oder sie zu kaufen. Eine Gründung dauert oftmals mehrere Monate, weshalb ein Kauf zu bevorzugen ist. Der Gründer profitiert von einer sofort einsatzfähigen UG, die innerhalb eines Tages auf ihn übertragen wird.

Hintergrund / Geschichte

Die Unternehmergesellschaft wurde im deutschen Recht im Jahr 2008 neu geschaffen. Hintergrund war, dass viele Gründungen aufgrund der Europäisierung als Limited oder sonstige europäische Kapitalgesellschaft erforderten, da das deutsche Recht die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit geringem Stammkapital nicht vorsah. Die Unternehmergesellschaft sollte hier Abhilfe schaffen. Seit Einführung ist es nunmehr möglich einem Stammkapital von 1 Euro eine Gesellschaft zu gründen. Dieses Mindeststammkapital sollte jedoch jedenfalls 350 € betragen. Nur dadurch sind die Gründungskosten sowie der erste Pflichtbeitrag zur Industrie- und Handelskammer gedeckt und es besteht nicht das Risiko einer versteckten Insolvenz.

Ug gründen Fakten im Überblick

  • im Jahr 2008 geschaffen
  • Mindest-Stammkapital beträgt 1 €
  • Stammkapital sollte mindest. 350 € betragen
  • stellt eine juristische Person dar
  • HGB gilt für die UG

Ug gründen - So klappt es mit der Gründung

Die Gründung der UG kann in zwei Formen erfolgen. Zum einen über die Verwendung eines Musterprotokolls oder durch Verwendung einer individuellen Satzung. In beiden Fällen werden die wesentlichen Regelungen der Gesellschafter untereinander festgehalten. Die Satzung bzw. das Musterprotokoll wird im Handelsregister eingetragen und gilt bei einem Verkauf der Anteile auch gegenüber einem etwaigen Erwerber. Mehreren Gesellschaftern sollte ein Augenmerk auf die richtigen Vereinbarungen bereits bei der Gründung gelegt werden, da im Nachhinein eine Änderung nur mit erheblichen Kosten und im Streitfalle meist gar nicht möglich ist.

Die Gründung einer UG Unternehmergesellschaft mittels Mustersatzung hat insbesondere einen Kostenvorteil. Solange die Regelungen der Mustersatzung beibehalten werden, sind die Gründung und Änderungskosten beim Notar deutlich geringer. Gleichzeitig sind die Regelungsmöglichkeiten jedoch erheblich eingeschränkt. So sind Änderungen im Rahmen der Mustersatzung grundsätzlich nicht möglich. Es besteht lediglich die Auswahl, ob die Gesellschaft mit einem oder mehreren Gesellschaftern gegründet werden soll.

Musterprotokoll UG

Bei der Gründung einer UG ist die Anfertigung von individuellen Gesellschaftssatzungen nicht immer notwendig. Die Gründung einer UG ist auf der Grundlage einer Mustersatzung möglich. Der Gesetzgeber hat ein Musterprotokoll UG zur Verfügung gestellt. Das UG Musterprotokoll eignet sich für Gesellschaften, die maximal drei Gesellschafter umfassen. Die Vorteile vom Musterprotokoll UG liegen auf der Hand. Bei der Gründung einer UG erlaubt das UG Musterprotokoll eine schnelle und sehr einfache Gründung. Der Gründer profitiert von sehr niedrigen Gründungskosten. Das Musterprotokoll UG findet in der Praxis nur bei Ein-Personen-Gesellschaften Anwendung. Bei mehreren Gesellschafter eignet sich bei der Gründung einer UG eher ein individueller Gesellschaftsvertrag.

Ablauf einer UG Gründung

  1. Der künftige Gesellschafter der UG verabreden eine UG zu gründen
  2. Durch diese Vereinbarung entsteht eine so genannte Vorgründungsgesellschaft
  3. Errichtung der Gesellschaft durch notariellen Gründungsakt
  4. Vor-Unternehmergesellschaft entsteht (Unternehmer haften jetzt im Rahmen einer "internen Verlustdeckungshaftung")
  5. Erbringung des Nachweises des Stammkapitals + Zahlung der Gerichtskosten gegenüber der Handelskammer
  6. Eintragung der Gesellschaft im Handelsregister und damit die Haftungsbegrenzung
  • Beim Erwerb einer Vorratsgesellschaft, welche bereits im Handelsregister eingetragen ist, entfällt dieses Haftungsrisiko.

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Musterprotokoll UG (UG gründen Mustervertrag)
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Kostenübersicht zur Gründung einer UG

Musterprotokoll mit einem Gesellschafter Musterprotokoll mit mehreren Gesellschaftern Individuelle Satzung mit einem Gesellschafter Individuelle Satzung mit mehreren Gesellschaftern
Beurkundung des Gesellschaftsvertrags beim Notar (zwischen 1€ und 7.000€ Stammkapital gilt gleiche Mindestgebühr) 60 € 120 € 125 € 250 €
Beurkundung der Geschäftsführerbestellung beim Notar entfällt entfällt 250 € 250 €
Handelsregisteranmeldung durch den Notar (0,5 fache Gebühr, aber mind. 30€; zwischen 1€ und 7.000€ Stammkapital gilt gleiche Mindestgebühr) 30 € 30 € 62,50 € 62,50 €
Elektronische Übermittlung der Daten in XML Format an das Handelsregister durch den Notar (0,3 fache Gebühr, aber mind. 15€; zwischen 1€ und 5.000€ Stammkapital gilt gleiche Mindestgebühr) 15 € 15 € weitaus mehr als mit MP weitaus mehr als mit MP
Auslagen des Notars: Porto und Änliches (20% der Beurkundungskosten) 12 € 20 € weitaus mehr als mit MP weitaus mehr als mit MP
Kosten HR Eintrag Gericht 150 € 150 € 150 € 150 €
Gesamtkosten bei max. Stammkapital von 5.000€ (geschätzt) 281 € 349 € > 588 € > 713 €

Die Kosten einer GmbH-Gründung belaufen sich auf mehrere tausend Euro. Der Großteil der Kosten entfällt auf den Notar, die Beratung über die Erstellung der Gesellschaftssatzung und die Eintragung im Handelsregister. Beim GmbH gründen Kosten sparen, ist durch den Kauf einer Manteloder Vorratsgesellschaft möglich. Diese haben den langwierigen Gründungsprozess bereits durchlaufen. Beim GmbH gründen Kosten und Zeit sparen, ermöglicht Gründern die sofortige Entfaltung wirtschaftlicher Aktivitäten.

Die Gründung einer Unternehmergesellschaft mittels individueller Satzung ist hingegen viel umfangreicher. Die Satzung/der Gesellschaftervertrag sollte von einem spezialisierten Rechtsanwalt aufgesetzt werden und insbesondere die wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschafter untereinander berücksichtigen. Dabei insbesondere auch auf den Rat des Fachmannes gehört werden, wenn es darum geht bereits im Vorfeld etwaige Streitigkeiten durch Lösungsansätze zu vermeiden. Die Regelungen im Gesellschaftervertrag dienen gerade auch für den Fall, dass zu einem späteren einer Eigentlichkeit mehr und Gesellschaftern/ Gründungsgesellschaftern besteht, so dass auf die Vereinbarung zurückgegriffen werden muss. Es gilt stets, dass die Vereinbarungen im Gesellschaftervertrag auch wieder einvernehmlich geändert werden können. Wichtige Punkte ist sind dabei insbesondere der Umgang bei dem Tod eines Gesellschafters, die Dauer der Gesellschaft, Regelungen für den Fall des Ausscheidens eines Gesellschafters, Konkurrenzschutzfragen, die Verteilung des Gewinns sowie die Rechte etwaiger Minderheitsgesellschafter. Einen Beispielvertrag für eine individuelle Satzung finden Sie hie sie hier: Beispielvertrag einer individuellen Satzung herunterladen.

Laufende Kosten einer UG

Die laufenden Kosten einer UG sind nicht sonderlich hoch. Eine UG entsteht mit ihrer Eintragung ins Handelsregister. Dabei entstehen Notar- und Gerichtskosten. Weitere Kosten entstehen nicht, sondern fallen erst bei erneuten Änderungen des Gesellschaftsvertrages oder Eintragungen im Handelsregister an. Darunter fällt beispielsweise das Abberufen oder Bestellen von Geschäftsführern. Diese Vorgänge erfordern das Einschalten eines Notars, der nach dem Notarkostengesetz zu vergüten ist. Als laufende Kosten fallen der IHK- und Innungsbetrag sowie die Kosten für eine laufende Steuerberatung an.

Kosten sparen durch Mustersatzung

Der Gesetzgeber hat eine UG Mustersatzung erstellt. Diese soll die Gründung einer Unternehmergesellschaft erleichtern. Denn der Gründer hat weniger formelle Anforderungen umzusetzen. Der Mustervertrag führt zu Einsparungen bei den Notarkosten, da der Notar keine nennenswerten Satzungsänderungen vornehmen muss. Die Mustersatzung empfiehlt sich für Einzelunternehmer, die eine UG gründen. Wenn mehrere Gründer beteiligt sind, empfiehlt sich die Erstellung einer Satzung, die an die individuellen Bedürfnisse der Gesellschaft angepasst ist. Wer die Mustersatzung verwendet, muss lediglich die reduzierten Notargebühren entrichten. Bei der Verwendung der Mustersatzung füllt der Unternehmer lediglich die vorgegebenen Felder aus. Jede andere Änderung oder Ergänzung erfordert, dass die Mustersatzung einer notariellen Beurkundung bedarf. Die Mustersatzung sieht mehr als drei Gesellschafter nicht vor. Deshalb scheidet ihre Verwendung in einer solchen Situation automatisch aus.

UG ins Handelsregister eintragen

Der Eintrag einer UG ins Handelsregister ist Pflicht. Die UG als Unternehmen entsteht erst durch ihren Eintrag ins Handelsregister. Vorher ist sie schlichtweg nicht existent. Der Eintrag in ein Handelsregister ist von Vorteil. Er signalisiert nicht wie groß das eingetragene Unternehmen ist, bringt aber normalerweise einen gewissen Vertrauensbonus mit sich. Ein Handelsregistereintrag wirkt seriös, da sich der Eingetragene den Rechten und Pflichten des Handelsgesetzbuches unterwirft. Eingetragene Unternehmen dürfen einen Fantasienamen nutzen, der anderen Unternehmen verwehrt ist. Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis, das Informationen über Gesellschaften und Kaufleute enthält. Die Eintragung einer UG führt zu ihrer Entstehung. Eine erneute Eintragung ins Handelsregister ist später unter bestimmten Voraussetzungen notwendig. Beispielsweise, wenn ein neuer Gesellschafter eintritt oder eine Prokura erteilt wird. Jeder Gründer sollte sich nach dem Erwerb einer UG mit den damit verbundenen Pflichten zur Eintragung im Handelsregister befassen.

Haftungsfragen der UG bei Eintragung im Handelsregister

Das Handelsregister hat verschiedene Wirkungen. Es listet beispielsweise die Gesellschafter einer UG auf. Wenn ein Gesellschafter hinzutritt oder ausscheidet, sollte dies im Handelsregister vermerkt werden. Gesellschafter, die sich nicht aus dem Handelsregister löschen, unterliegen einer Rechtsscheinhaftung. Die Wirtschaft hält die Eintragungen im Handelsregister für rechtswirksam. Deshalb haben Gesellschafter einer UG, selbst wenn sie aus dieser ausgeschieden sind, unter Umständen für den schuldhaft verursachten Rechtsschein zu haften. Deshalb sind Eintragungen im Handelsregister mit äußerster Vorsicht zu behandeln.

Von der UG zur GmbH / UG zu GmbH umwandeln

Die UG ist eine Art Mini-GmbH, die mit sehr wenig Stammkapital ausgestattet ist. Gründer einer UG müssen 25 Prozent ihres Jahresüberschusses als Rücklage bilden.Diese Rücklage erhöht das Stammkapital und führt dazu, dass es nach einer gewissen Zeit dem Mindest-Stammkapital einer GmbH gleicht. Die Umwandlung einer UG in eine GmbH erfolgt nicht. Dieser Vorgang erfordert einen Willensakt der Gesellschafter. Denn es gibt keine Pflicht, eine UG in eine GmbH umzuwandeln. Allerdings gibt es - sollte genügend Kapital vorhanden sein - genügend Gründe dafür. Eine UG darf nur 75 Prozent ihres Jahresüberschusses an ihre Gesellschafter auszahlen und den Rest als Rücklage bilden (Thesaurierungspflicht). Der Hintergrund dieser Regelung liegt darin, dass der Gesetzgeber mit der UG zwar ein Pendant zur britischen Limited schaffen wollte, sie aber keine Dauerlösung sein soll. Deshalb zwingt der Gesetzgeber die Gesellschafter einer UG ihren Überschuss anzusparen. Die Pflicht zur Bildung von Rücklagen endet erst, wenn die UG in eine GmbH umgewandelt wird. Wer die UG dennoch bestehen lässt, muss weiterhin Rücklagen bilden, obwohl bereits ausreichend Stammkapital vorhanden ist. Dies ist unwirtschaftlich und setzt den Unternehmer, der eigentlich von einer Haftungsbeschränkung profitieren möchte, einem erhöhten Haftungsrisiko aus. Für die Umwandlung einer UG in eine GmbH spricht auch, dass die GmbH im Geschäftsverkehr eine hohe Bonität signalisiert. Die Umwandlung einer UG in eine GmbH ist keine echte Umwandlung nach dem Umwandlungsgesetz. Denn eine UG ist eine GmbH mit wenig Stammkapital. Im Grunde findet bei der Umwandlung lediglich eine Erhöhung des Stammkapitals auf mindestens 25.000 Euro statt.

Eine UG, die sich in eine GmbH umwandeln möchte, muss eine entsprechende Erhöhung ihre Stammkapitals beschließen. Die Kapitalerhöhung erfordert eine erneute Eintragung im Handelsregister. Diese ist von allen Geschäftsführern zu unterzeichnen und notariell zu beglaubigen. Bei der Umwandlung der UG in eine GmbH ist der notariell beurkundete Kapitalerhöhungsbeschluss vorzulegen. Außerdem ist der geänderte Gesellschaftsvertrag vorzulegen. Die Erhöhung der Gesellschaftsmittel erfordert eine entsprechende Bilanz, die durch einen Wirtschaftsprüfer bestätigt wurde. Diese Unterlagen sind nicht einzureichen, wenn die Gesellschafter das Stammkapital aus ihrem Privatvermögen erhöhen. Dann reicht die Einzahlung der Einlagen aus. Nach der Eintragung im Handelsregister endet die Pflicht zur Bildung von Rücklagen.

Unternehmensbezeichnung

Bei der Bestimmung der Unternehmensbezeichnung, d.h. des Namens der Unternehmergesellschaft besteht große Freiheit der Gesellschafter. Lediglich zu verallgemeinernde Begriffe oder Begriffe, welche den Rechtsverkehr über den tatsächlichen Unternehmensgegenstand täuschen können, sind unzulässig. Hier ist die IHK für die Prüfung verantwortlich. Diese den Unternehmensnamen vorab prüfen und genehmigen. Diese Prüfung bei der IHK übernimmt der Notar auch gegen entsprechende Kostenerstattung.

Stammkapital

Das Stammkapital einer Unternehmergesellschaft muss mindestens einen Euro betragen. Die Höhe des Stammkapitals ist nach oben hin nicht begrenzt. Typischerweise wird eine Unternehmergesellschaft jedoch begründet, da das Stammkapital unter 25.000 € liegen soll. Anderenfalls sollte direkt eine GmbH gegründet werden. Das Stammkapital entspricht der Höhe nach den von den Gesellschaftern aufzubringenden Haftungsanteil. Über diesen Betrag hinaus haften die Gesellschafter bei regulärem Verlauf nicht.

Die Unternehmergesellschaft (UG) & das deutsche Recht

Für die Unternehmergesellschaft gilt das GmbH-Gesetz. Die Unternehmergesellschaft wird deshalb auch als kleine GmbH bezeichnet. Unterschiede sind lediglich im Rahmen verringerter Buchführungspflichten, der verpflichtenden Rücklagenbildung bis zur Schaffung eines Stammkapitals von 25.000 € sowie dem geringeren Anfangs-Stammkapital gegeben. Bei der Teilnahme am Rechtsverkehr sowie bei Streitigkeiten der Gesellschafter untereinander gelten hingegen die gleichen Regelungen, wie bei der GmbH.

Unternehmensform UG/ Firmierungen einer UG

Die UG Unternehmensform ist eine Kapitalgesellschaft mit einem sehr geringen Mindestkapital. Die Firma UG trägt den Zusatz "haftungsbeschränkt", weshalb vor allem Geschäftspartner oftmals nach Sicherheiten fragen. Die UG Unternehmensform eignet sich für Selbstständige und Kleinunternehmer. Diese haben durch die UG Unternehmensform die Möglichkeit, mit wenig Kapital sofort geschäftliche Aktivitäten zu entfalten. Die Firma UG ist als Vorrats- oder Mantelgesellschaft erhältlich. Deshalb ist die Firma UG auch zur Entfaltung sofortiger Aktivitäten geeignet. Denn die Haftung ist bei einer Vorrats- oder Mantelgesellschaft sofort vorhanden. Die UG Unternehmensform ist an nur einem Tag übertragbar und steht dem Käufer sofort zur Verfügung.

Unternehmensform UG

Die Unternehmensform UG ist für Selbstständige und Kleinunternehmer zu empfehlen. Sie eignet sich für all diejenigen, die nur über wenig Startkapital verfügen oder mit Privatkunden verkehren. Dort benötigen sie keine hohe Bonität oder ein Stammkapital, das Verhandlungen erleichtert. Die Unternehmensform UG bietet den Vorteil, dass ein Stammkapital bereits ab einem Euro möglich ist.

Die Gesellschaftsform UG wird bis auf einige Abweichungen wie eine klassische GmbH gegründet. Die UG Gesellschaft hat die Bezeichnung "Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)" zu führen, vgl. § 5a GmbHG. Das Umformulieren dieser Bezeichnung ist nicht möglich. Die Leitung der UG Gesellschaft ist in der Gesellschaftssatzung festgelegt. Die UG Gesellschaft wird in der Gründungsphase oftmals mit einem geringen Stammkapital von 1 Euro oder 1.000 Euro gegründet. Dies beeinträchtigt ihre Bonität. Allerdings besteht immer eine Haftungsbeschränkung. Die UG Gesellschaft erfordert ab einer Größe von 500 Arbeitnehmern einen Aufsichtsrat. Bis dahin ist sie von derartigen Beschränkungen frei.

Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt

Die Unternehmergesellschaft (UG) ist haftungsbeschränkt. Gründer profitieren von einer hohen finanziellen Flexibilität. Sie haben die Möglichkeit, eine Unternehmergesellschaft mit nur einem Euro zu gründen. Diese ist ebenso wie die GmbH haftungsbeschränkt, erfordert aber kaum Startkapital. Die Unternehmergesellschaft eignet sich daher für Unternehmer, die kaum Kapital benötigen, beispielsweise Selbstständige und Freiberufler. Sie müssen dem Markt nicht durch ein hohes Stammkapital eine gute Bonität signalisieren. Die Unternehmergesellschaft reicht deshalb als Gesellschaftsform vollkommen aus. Sie ist haftungsbeschränkt und bietet die gleichen Vorteile wie eine GmbH.

UG haftungsbeschränkt

Eine UG ist haftungsbeschränkt. Sie bietet die gleichen Vorteile wie eine GmbH. Die Gesellschafter haften nur mit dem Stammkapital der Gesellschaft, das bei der UG mindestens ein Euro beträgt. Deshalb ist die UG die perfekte Gesellschaftsform für alle Unternehmer, denen nur wenig Kapital zur Verfügung steht. Eine GmbH ist im Verkehr mit Geschäftskunden zu empfehlen, da sie eine hohe Bonität signalisiert. Ansonsten reicht eine UG haftungsbeschränkt vollkommen aus.

GmbH UG: Grundwissen

Der Unterschied zwischen einer GmbH und UG liegt im Stammkapital und dem Zusatz "haftungsbeschränkt". Ansonsten gleichen sich die beiden Kapitalgesellschaften sehr. Denn eine UG ist im Grunde nichts anderes als eine kleine GmbH. Bei ihr ist lediglich das Stammkapital geringer. Beim Vergleich GmbH / UG ist das verschieden hohe Stammkapital ausschlaggebend. Bei der UG liegtdieses manchmal nur bei einem Euro. Das Stammkapital ist aber selbstverständlich aufstockbar, sodass im Geschäftsverkehr eine hohe Bonität signalisiert werden kann.

Umwandlung UG in GmbH

Die Umwandlung einer UG in eine GmbH ist gesetzlich angeordnet. Die UG soll Gründern einen schnellen Einstieg in die Wirtschaft bei Vorliegen einer Haftungsbeschränkung ermöglichen. Dafür haben Gründer aber auch 25 Prozent ihres Jahresüberschusses als Rücklage einzuzahlen.

Rechte und Pflichten der Beteiligten

Die Unternehmergesellschaft kennt bis zu drei unterschiedliche Beteiligte, die in verschiedenen Kombinationen vorkommen können.

Die Gesellschafter sind Inhaber der Unternehmergesellschaft. Die Höhe ihres Anteils richtet sich nach dem Anteil am Stammkapital. Die Geschicke der Gesellschaft werden über die Gesellschafterversammlung geleitet. Das Stimmrecht richtet sich dabei regelmäßig nach der Höhe des Anteils am Stammkapital. Insbesondere im Falle drohender Zahlungsunfähigkeit sind die Gesellschafter verpflichtet etwaige Gegenmaßnahmen zu ergreifen und notfalls die Insolvenz anzumelden.

Der Geschäftsführer hingegen muss nicht zwingend Gesellschafter sein. Er kann auch als sogenannter Fremdgeschäftsführer das Unternehmen leiten. Er ist vergleichbar mit einem Manager und trägt die Verantwortung tägliche Geschäft. Er ist jedoch Weisungen der Gesellschafterversammlung gebunden. Insbesondere bei einer Unternehmergesellschaft findet man auch einen Gesellschaftergeschäftsführer. Dies bedeutet hingegen nur das diese Person beide Eigenschaften auf sich vereinigt und insofern sowohl Geschäftsführer als auch Gesellschafter ist.

Zusätzlich kann auch die Verpflichtung vorgesehen sein, dass die Unternehmergesellschaft einen Aufsichtsrat besitzt. Dies ist in der Praxis regelmäßig nicht der Fall, weil dies gesetzlich lediglich in solchen Fällen der Fall ist, wenn der Unternehmergesellschaft mehr als fünfhundert Arbeitnehmer hat. Im Rahmen einer individuellen Satzung kann ein Aufsichtsrat jedoch auch bereits in einem früheren Stadium vorgesehen werden. Der Aufsichtsrat eine Kontrollfunktion und kann deshalb nicht mit dem Geschäftsführer identisch sein.

Geschäftsführer der UG

Die Geschäftsführer der UG vertreten diese nach außen hin. Ihre Bestellung erfolgt über die Gesellschafter, die ihnen Weisungen geben dürfen. Geschäftsführer einer GmbH darf grundsätzlich auch ein Ausländer sein. Die Geschäftsführer einer UG unterliegen den gleichen Sorgfaltspflichten wie die Geschäftsführer einer GmbH. Sollten sie ihre Pflichten vorwerfbar verletzten, unterliegen sie einem persönlichen Haftungsrisiko. Dahingehend gilt der Haftungsmaßstab des § 43 GmbHG. Die Geschäftsführer der UG haben danach die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns zu beachten. Dazu gehören die Abführung von Sozialversicherungsabgaben, die Offenlegung der Jahresabschlüsse, die ordnungsgemäße Buchführung und die Insolvenzantragspflicht. Bei der Anmeldung der UG und ihrer Eintragung ins Handelsregister, haben die Geschäftsführer gegenüber dem Notar zu versichern, dass ihrer Bestellung keine Umstände entgegenstehen. Sollten sie dort falsche Angaben machen, machen sie sich strafbar. Eine Bestellung zum Geschäftsführer ist beispielsweise ausgeschlossen, wenn eine rechtskräftige Verurteilung aufgrund einer Insolvenzstraftat oder eine Gewerbeuntersagung vorliegen. Sollten Gesellschafter einem ungeeigneten Geschäftsführer grob fahrlässig die Geschäftsführung übertragen, sind sie für ihn verantwortlich. Sie unterliegen der Haftung für Schäden, die der Geschäftsführer verursacht.

Firmierung einer UG

Die Firmierung einer UG ist frei wählbar. Allerdings ist der Zusatz "UG haftungsbeschränkt" hinzuzufügen. Dieser Zusatz ist zwingend und soll auf die geringe Stammeinlage aufmerksam machen. Die Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt darf sich einen beliebigen Namen aussuchen. Dieser muss allerdings geeignet sein, das Unternehmen zu kennzeichnen und eine hinreichende Unterscheidungskraft zu anderen Firmen aufweisen. Die Firmierung UG ist nach einer gewissen Zeit in den Rechtsformzusatz "GmbH" zu ändern. Die Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt benötigt zwar nur ein geringes Stammkapital, dafür sind aber 25 Prozent des Jahresüberschusses auf das Stammkapital einzuzahlen. Deshalb wandelt sich die UG haftungsbeschränkt nach entsprechenden Gewinnen in eine GmbH um.

Die UG als Mini GmbH

Die UG hat das Synonym "Mini GmbH". Der Gesetzgeber führte die UG als Alternativmodell zur englischen Limited ein. Die Limited ist aufgrund des EU-Diskriminierungsverbotes auch in Deutschland einsetzbar. Die GmbH hat den Vorteil, dass sie ein hohes Stammkapital erfordert. Deshalb schuf der Gesetzgeber mit der UG eine Art Mini GmbH, um die Gründung von Gesellschaften mit wenig Startkapital zu ermöglichen. Die UG bietet in ihrer Form als Mini GmbH alle Vorteile einer richtigen GmbH bei sehr niedrigem Stammkapital. Dieses muss nur einen Euro betragen.

Rechtsform UG: Eine kleine GmbH

Die UG Rechtsform ist keine eigenständige Rechtsform. Sie ist eine Variante der GmbH und unterscheidet sich lediglich in ihrem Stammkapital zu ihr. Ansonsten sind alle Gründungsformalitäten und rechtlichen Vorteile der beiden Gesellschaftsformen absolut gleich. Die UG Rechtsform ist aufgrund ihrer Haftungsbeschränkung bei zeitgleich geringem Stammkapital an verschiedene Vorschriften gebunden. Auf Briefköpfen, Visitenkarten und im Internet-Impressum ist sie mit "Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt" anzugeben. Als kleine GmbH ist die Rechtsform UG mit einem sehr geringen Stammkapital behaftet. Auf dieses ist im Geschäftsverkehr hinzuweisen.

UG Unternehmensform

Die UG Unternehmensform ist eine Kapitalgesellschaft mit einem sehr geringen Mindestkapital. Die Firma UG trägt den Zusatz "haftungsbeschränkt", weshalb vor allem Geschäftspartner oftmals nach Sicherheiten fragen. Die UG Unternehmensform eignet sich für Selbstständige und Kleinunternehmer. Diese haben durch die UG Unternehmensform die Möglichkeit, mit wenig Kapital sofort geschäftliche Aktivitäten zu entfalten. Die Firma UG ist als Vorrats- oder Mantelgesellschaft erhältlich. Deshalb ist die Firma UG auch zur Entfaltung sofortiger Aktivitäten geeignet. Denn die Haftung ist bei einer Vorrats- oder Mantelgesellschaft sofort vorhanden. Die UG Unternehmensform ist an nur einem Tag übertragbar und steht dem Käufer sofort zur Verfügung.

Gesellschaft UG: Immobilien GmbH gründen

Eine Gesellschaft UG ist nichts anderes als eine kleine GmbH. Wer eine Immobilien UG oder Immobilien GmbH gründen möchte, kann dazu ganz einfach auf eine Vorrats- oder Mantelgesellschaft zurückgreifen. Diese ist bereits mit der notwendigen Erlaubnis nach § 34c GewO ausgestattet. Beim Immobilien UG und Immobilien GmbH gründen ist die Gesellschaft UG oder GmbH auf Vorrat gründbar. Der Gründer muss den langwierigen Gründungsprozess nicht durchlaufen. Er überträgt einfach eine bestehende Gesellschaft UG auf sich und gründet diese damit an nur einem Tag. Eine Immobilien GmbH gründen mit der Erlaubnis nach § 34c GewO ist auf diese Weise verhältnismäßig einfach möglich.

Bauträger GmbH gründen

Bei der Gründung einer GmbH oder UG sind bestimmte Personen zur Einholung einer Erlaubnis verpflichtet. Sie müssen vor der Ausübung ihrer Tätigkeit ein Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dieses verzögert die Errichtung der UG erheblich. Deshalb ist der Kauf einer Vorrats- oder Mantelgesellschafts UG zu empfehlen. Diese enthalten die erforderliche Genehmigung bereits. Eine Bauträger GmbH erteilt die Behörde nicht dem Geschäftsführer die Erlaubnis, sondern der Gesellschaft selbst. Deshalb ist die Übertragung einer UG mit einer Bauträger-Genehmigung problemlos möglich. Prinzipiell ist es möglich, eine UG mit einer entsprechenden Erlaubnis zu erstehen und einen Geschäftsführer mit den erforderlichen Kenntnissen einzustellen.

Gemeinnützige UG

Die gemeinnützige UG ist die kleine Schwester der gemeinnützigen GmbH. Deshalb ist sie vom Gesetzgeber als gemeinnützige Organisation anerkannt. Die gemeinnützige UG ist durch den Kauf einer Mantel- oder Vorratsgesellschaft innerhalb von nur einem Tag gründbar.

GGmbH gründen

Wer eine GGmbH gründen möchte, sollte die UG Haftung berücksichtigen. Eine UG bietet die gleiche Haftung wie eine GmbH bei einem Stammkapital von nur einem Euro. Deshalb ist die UG der Gründung einer GmbH zu bevorzugen. In manchen Situationen, beispielsweise wenn Kontakte mit Geschäftskunden bestehen, ist eine GmbH aber zu bevorzugen. Beim GGmbH gründen, bietet sich der Vorteil, dass eine hohe Bonität signalisiert wird.

Die Unternehmergesellschaft und die Steuer

Die Unternehmergesellschaft ist aufgrund ihrer Rechtsform regelmäßig körperschaftssteuer- und gewerbesteuerpflichtig. Einkommenssteuer fällt hier für die Gesellschafter zunächst nicht an. Sollten jedoch Gewinne an die Gesellschafter ausgezahlt werden, fällt zusätzlich die Kapitalertragssteuer an. Unter Umständen kann die Steuer insofern höher sein als bei einer Erwirtschaftung des gleichen Betrages im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses durch die Gesellschafter. Insbesondere bei mitarbeitenden Gesellschaftern sollte deshalb darüber nachgedacht werden auch ein entsprechendes Gehalt zu zahlen.

Zu beachten sind die besonderen Buchführungs- und Buchhaltungspflichten der Unternehmergesellschaft. Gerade hier dringend die Beiziehung eines entsprechenden Steuerberaters an, da die Unternehmergesellschaft verpflichtet ist eine entsprechende Jahresbilanz zu erstellen und diese im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden muss.

Der Gewinn der Unternehmergesellschaft kann nicht vollständig an die Gesellschafter ausgezahlt werden. Hintergrund ist, dass sich der deutsche Gesetzgeber entschieden hat, die Gesellschaft zu verpflichten ein Stammkapital von 25.000 € aufzubauen und damit einen Gleichlauf der Unternehmergesellschaft mit der GmbH erfolgen soll. Ein Viertel der Gewinne sind bis zum Erreichen eines Stammkapitals von 25.000 € als Eigenkapital in die Bilanz einzustellen und sind nicht als Gewinn auszuschütten. Nach Erreichen eines Stammkapitals von 25.000 € Gesellschaft ohne weiteres in einer GmbH umgewandelt werden.

UG Geschäftsführer und UG Steuern

Bei einer UG Steuern abführen, ist wie bei jeder Kapitalgesellschaft erforderlich. Der UG Geschäftsführer hat die Bilanzen zu erstellen und sich um die ordnungsgemäße Abwicklung der Geschäfte zu kümmern.

UG Bilanzierung

Die UG unterliegt einer Bilanzierungspflicht. Das öffentliche Deklarieren von Umsätzen ist aber dennoch nicht verpflichtend. Der Geschäftsführer einer UG hat auf eine ordnungsgemäße Buchführung der Gesellschaft zu achten und eine Jahresbilanz zu erstellen. Diese ist nach § 325 ff. HGB beim elektronischen Bundesanzeiger einzureichen und offenzulegen. Das Handelsgesetzbuch sieht für kleinere Gesellschaften wie die UG aber Erleichterungen vor. Für Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB reicht sogar eine Bilanzangabe in elektronischer Form aus. Deren Veröffentlichung ist nicht verpflichtend. Deshalb sind die Bilanzzahlen der Gesellschaft manchmal nur nach einer kostenpflichtigen Anforderung beim Bundesanzeiger einsehbar.

Sachgründung einer UG

Gründer einer UG müssen das Stammkapital als Geldeinlage erbringen. Sie dürfen keine Sacheinlagen leisten. Dies ist nur bei der Gründung einer GmbH möglich. Der Vorteil einer UG liegt aber gerade darin, dass kein festgesetztes Mindestkapital zu erbringen ist. Deshalb reicht ein Stammkapital von einem Euro bereits aus. Dennoch sind Situationen denkbar, in denen ein hohes UG Stammkapital festgesetzt und als Sacheinlage erbracht werden soll. Die Sachgründung einer UG ist über einige Umwege möglich. Dann muss jedoch zusätzlich zur UG eine KG gegründet werden. Durch die Verschmelzung der beiden Gesellschaften entsteht eine UG & Co. KG. Die UG tritt in die Stellung als Komplementärin ein und haftet mit ihrem vollen Gesellschaftsvermögen. Der Unternehmer selbst haftet als Kommanditist jedoch nur bis zu Höhe seiner Einlagen. Dieser darf seine Kommanditeinlage in Form einer Sacheinlage erbringen. Auf diese Weise dürfen rechtlich wirksam Sachen zur Kapitalerhöhung eingebracht werden. Kleinunternehmer können ihr wirtschaftliches Risiko durch die Haftungsbeschränkung einer UG & Co. KG extrem reduzieren. Dazu bringen sie ihr bisheriges Inventar, beispielsweise Wirtschaftsgüter wie Maschinen, als Sacheinlage in die Gesellschaft ein.

Fragen & Antworten (FAQ) zur UG

Vorteile, warum Sie eine Unternehmergesellschaft gründen sollten?

Die Vorteile der Gründung einer UG sind schnell aufgezählt. So wird ein sehr geringes Startkapital benötigt, da die Unternehmergesellschaft gesetzlich lediglich ein Euro Stammkapital benötigt. Wir raten dennoch ein Stammkapital von mindestens 360 € an. Gleichzeitig bietet die Unternehmergesellschaft den Gesellschaftern die Sicherheit, dass diese über das Stammkapital hinaus nicht mit ihrem Privatvermögen haften müssen. Es besteht insofern ein Haftungsprivileg, so dass auch risikoscheue Menschen ihre Geschäftsideen mit einem überschaubaren Haftungsrisiko umsetzen können.

Ist die UG (haftungsbeschränkt) die richtige Gesellschaftsform?

Die Frage, ob die UG die richtige Gesellschaft vom für Sie ist, kann sehr einfach beantwortet werden. Zunächst müssen sie sich die Frage stellen, ob sie auf einer Haftungsbegrenzung Wert legen. Haben Sie sich für diese Sicherheit entschieden und damit für eine Trennung der Geschäftstätigkeit von ihrem Privatvermögen, kommt regelmäßig nur noch Kapitalgesellschaften, wie die Unternehmergesellschaft, die GmbH oder Aktiengesellschaft in Betracht. Welche Variante hier für Sie von Vorteil ist, hängt von dem zur Verfügung stehenden Treppen Kapital/Risikokapital ab. Soll ohne große Investitionen eine entsprechende Gesellschaft gegründet werden, die Unternehmergesellschaft die richtige Wahl. Ist bereits absehbar, dass ein hoher Kapitalaufwand für die Geschäftstätigkeit benötigt wird und ist dieses Kapital auch als Eigenkapital vorhanden, sollte direkt über die Gründung einer GmbH oder Aktiengesellschaft nachgedacht werden. Im Übrigen unterscheiden sich die Gesellschaftsformen nur unwesentlich im Rahmen der weiteren Geschäftstätigkeit.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass die UG bei geringem Kapital (unter 25.000 €) und gewünschte Haftungsbegrenzung die beste Gesellschaftsform ist.

Was ist eine "1-Euro-GmbH" / Mini-GmbH?

Der Begriff 1-Euro-GmbH oder auch Mini-GmbH steht Synonym für die Unternehmergesellschaft. Es handelt sich dabei lediglich um unterschiedliche Bezeichnungen der gleichen Rechtsform. Diese haben sich durchgesetzt, weil die Unternehmergesellschaft und die GmbH gesetzlich nahezu identisch geregelt sind und sich lediglich in der Höhe des Stammkapitals unterscheiden. Auch ist es der Wunsch des Gesetzgebers, dass jede Unternehmergesellschaft durch die Rücklagenbildung zu einer GmbH wird.

Was ist der Unterschied zwischen UG und GmbH?

Der Unterschied zwischen einer UG und einer GmbH liegt im Wesentlichen in der Höhe des Stammkapitals sowie im Einzelnen vereinfachter Buchführungspflichten. Die sonstigen Regelungen sind zwischen GmbH und Unternehmergesellschaft gereicht. Im selben Gesetz geregelt.

Was beduetet die Rücklagenpflicht einer UG?

Die Rücklagenpflicht wurde vom deutschen Gesetzgeber eingeführt, damit eine Unternehmergesellschaft nicht dauerhaft mit einem geringen Stammkapital versehen ist und damit für die beteiligten Verkehrskreise Rechtssicherheit entsteht. Ein Viertel des Jahresgewinns wird bis zum Erreichen eines Stammkapitals von 25.000 € deshalb verpflichtend als Rücklage gebildet. Mit Erreichen von 25.000 € Stammkapital kann die Unternehmergesellschaft dann in einer GmbH umgewandelt werden

Welche Rechte und Pflichten haben die Gesellschafter?

Der Gesellschafter einer Unternehmergesellschaft ist in Höhe seines Anteils am Stammkapital an der Unternehmergesellschaft beteiligt. Er hat die Geschicke der Gesellschaft durch Grundsatzentscheidungen im Rahmen der Gesellschafterversammlung mit zu lenken. Er ist jedoch nicht für die Erledigung des täglichen Geschäfts verantwortlich. Hierfür gibt es den Geschäftsführer. Die Gesellschafter sind am Gewinn beteiligt und haben bei Schwierigkeiten der Gesellschaft dafür zu sorgen, dass die Gesellschaft entweder abgewickelt wird oder durch unternehmerische Grundsatzentscheidungen saniert wird.

Muss ein Geschäftsführer bei einer UG bestellt werden?

Jede Unternehmergesellschaft benötigt einen Geschäftsführer, der verantwortlich ist für die Erledigung des täglichen Geschäfts. Der Geschäftsführer ist das Organ der Unternehmergesellschaft und vertritt diese nach außen. Geschäftsführer kann der Gesellschafter aber auch jede dritte Person sein, solange diese nicht bestimmte Vermögensstraftaten(zum Beispiel Insolvenzverschleppung) begangen hat und sich für den Berufs-/ Gewerbezweig befähigt ist. Regelmäßig wird mit dem Geschäftsführer auch ein Geschäftsführer Anstellungsvertrag vereinbart. Dieser regelt die Rechte und Pflichten des Geschäftsführers. Auch Ausländer können Geschäftsführer einer Unternehmergesellschaft sein. Dies gilt nicht nur für Staatsangehörige von EU-Mitgliedstaaten, sondern für alle nicht-deutschen Staatsangehörigen. Teilweise gibt es bei Nicht-EU-Bürgern jedoch Schwierigkeiten.

Benötigt eine Unternehmergesellschaft einen Aufsichtsrat?

Die Unternehmergesellschaft benötigt regelmäßig keinen Aufsichtsrat. Dies ist erst ab einer Mitarbeiterzahl von fünfhundert notwendig. Regelmäßig erreichen Unternehmergesellschaft dies nicht. Sollte sich jedoch im Gesellschaftsvertrag eine andere Regelung finden, muss dieser Regelung auch Rechnung getragen werden.

Was benötige ich vor Unternehmensgründung?

Bei der Gründung sollten Sie sich über ihre Mitgründer, sowie die etwaigen Rechte und Pflichten abschließend Gedanken machen. Auch sollte bereits ein Konzept für die Geschäftstätigkeit bestehen. Für die Gründung als solche benötigen Sie die jeweiligen Gründungsdokumente und müssen sich als Gesellschafter beim Notar entsprechend ausweisen können.

Wie kann ich den Wunschnamen meiner Muster UG (haftungsbeschränkt) sichern?

Der Name einer Unternehmergesellschaft oder auch die Unternehmensbezeichnung sind von wesentlicher Bedeutung für den Geschäftsverkehr. Er soll die Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Unternehmen ermöglichen. Der Unternehmensname wird von der IHK geprüft und darf insbesondere nicht aus verallgemeinernden Begriffen bestehen. Insofern ist es auch möglich Firmen Personen zu benennen. Wenn Sie einen entsprechenden Wunschnamen gefunden haben, sollten sie im Unternehmensregister prüfen, ob dieser bereits vergeben ist und erst danach bei der IHK anfragen.

Wie hoch muss das Stammkapital einer UG sein?

Das Mindeststammkapital beträgt 1 Euro. Um jedoch zu verhindern, dass nicht direkt nach der Gründung wegen der Verpflichtung zur Zahlung der Gründungskosten bzw. der Zwangsmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer die Insolvenz droht, sollte ein Stammkapital von mindestens 360 € vorhanden sein. Etwas anderes gilt dann, wenn die Gründungskosten nicht von der Gesellschaft getragen werden sollen.

Tipp - Wenn mein Gründungskapital 25.000 Euro übersteigt

Sollte Ihr Stammkapital von 25.000 € übersteigen, ist für die Gründung einer Unternehmergesellschaft kein Grund mehr gegeben. Es kann direkt eine GmbH gegründet werden. Von dieser Möglichkeit sollte auch Gebrauch gemacht werden, da die GmbH im Vergleich zur Unternehmergesellschaft im Geschäftsverkehr ein stärkeres Ansehen hat.

Welche Voraussetzungen für die Gründung nach Musterprotokoll gibt es?

Die Verwendung des Musterprotokolls ist an die Voraussetzung geknüpft, dass abseits der Regelungen im Musterprotokoll keine weiteren Vereinbarungen zwischen den Gesellschaftern gewollt sind. Zu beachten ist weiterhin, dass max. 3 Gesellschafter möglich sind und die Unternehmergesellschaft nicht mehr als einen Geschäftsführer haben kann.

Was ist eine UG?

Was ist eine UG? Eine UG ist eine Kapitalgesellschaft. Dies bedeutet, dass eine juristische Person mit einem Stammkapital ausgestattet ist und im Falle einer Insolvenz nur mit diesem zu haften ist. Das Privatvermögen der Gesellschafter bleibt unangetastet. Im Falle einer Insolvenz gehen die Gläubiger der UG "leer" aus bzw. sind auf das Stammkapital der Kapitalgesellschaft angewiesen. Dieses wird anteilig unter den Gläubigern aufgeteilt.

Wie einfach ist die UG-Gründung?

Die Gründung einer UG ist relativ einfach. Beim Mini GmbH gründen ist ein Notarbesuch notwendig. Dieser hat den Gesellschaftsvertrag und die Gründung selbst notariell zu beurkunden. Die Gründung einer 1 Euro GmbH erfordert einen Eintrag ins Handelsregister. Bei der Gründung einer UG, auch synonym als 1 Euro GmbH bezeichnet, fallen nicht viele Kosten an. Das Mini GmbH gründen, erfordert allerdings einen langen Prozess. Der zeitliche Aufwand ist extrem und hindert viele Gründer an der Entfaltung ihrer geschäftlichen Aktivitäten. Beim Mini GmbH gründen, profitieren sie noch nicht von einer Haftungsbeschränkung. Diese tritt bei der 1 Euro GmbH erst mit Eintrag ins Handelsregister ein.

Was bedeutet UG?

Was bedeutet UG? UG ist die Abkürzung für Unternehmergesellschaft. Eine UG und Co KG ist eine Mischung aus einer Kommanditgesellschaft und einer UG. Die UG tritt in die Stellung als Komplementär ein und beschränkt die Haftung auf das Stammkapital der UG. Normalerweise haftet der Komplementär mit seinem vollen Vermögen, während der Kommanditist nur beschränkt haftet. Mit dem rechtlichen Konstrukt der UG und Co KG umgehen Gründer die persönliche Haftung mit ihrem Vermögen.

Was bedeutet haftungsbeschränkt?

Wenn sich eine Kapitalgesellschaft verschuldet oder insolvent geht, hat sie nur mit ihrem Stammkapital einzustehen. Das Vermögen der Gesellschafter bleibt unangetastet. Es steht nur das Firmenvermögen zur Schuldentilgung bereit. Dieses wird anteilig auf die Gläubiger der Gesellschaft aufgeteilt.

Wie läuft eine Gesellschafterversammlung ab?

Eine UG muss mindestens einmal pro Jahr eine ordentliche Gesellschafterversammlung einberufen. Es sind auch spontane Gesellschafterversammlungen möglich. Sollten mehrere Gesellschafter vorhanden sein, sind sie alle ordnungsgemäß zu laden. Ansonsten ist eine ordnungsgemäße Beschlussfassung nicht möglich. In der Satzung darf festgelegt werden, dass die Gesellschaft von einem bestimmten Gesellschafter nach außen hin vertreten werden darf. Bei einem Notar ist die Vorlage einer beglaubigten Vollmacht ausreichend. Die Gesellschafterversammlung ist bei drohender Zahlungsunfähigkeit der UG einzuberufen.