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Was ist eine Stiftung?

Stiftungen sind aus dem gesellschaftlichen Bild nicht wegzudenken. Sie verfolgen ein einfaches Prinzip. Eine Person, der Stifter plant, sich gemeinnützig zu engagieren. Zu diesem Zweck gründet er eine Stiftung, in die er sein Vermögen einbringt. Wichtig ist seine langfristige Absicht, denn eine Stiftung kann nicht rückgängig gemacht werden. Der Zweck und das Ziel der Stiftung werden bei der Gründung festgelegt und durch verschiedene Instanzen überwacht. So ist garantiert, dass das Stiftungskapital seinem Zweck zugeführt wird. In den meisten Fällen ist mit dem Begriff „Stiftung“ (englisch: Foundation) die rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts gemeint.


Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist es die Aufgabe der Stiftung, das vorhandene Kapital anzulegen und Erträge zu erwirtschaften. Zusätzlich kann eine Stiftung Spenden erhalten. Häufig geschieht das über Begünstigungen in Testamenten. Auch sogenannte Zustiftungen sind möglich. In diesem Fall schließt sich eine weitere Person dem Stifter an und investiert eigenes Vermögen in die bestehende Organisation.

Eine Stiftung darf gewerblich tätig sein. Sie darf auch Beteiligungen an Gesellschaften erwerben. Das Vermögen kann aus Geld bestehen. Andere Vermögenswerte wie Wertpapiere, Kunstgegenstände oder Immobilien dürfen ebenfalls Bestandteil des Vermögens sein.
Die Frage „Was ist der Sinn einer Stiftung“ erklärt sich aus ihrem Gründungszweck. Meist wollen Stifter bestimmte gesellschaftliche Bereiche fördern. Dabei muss es nicht immer um Wohltätigkeit gehen. So können Stiftungen auch junge Künstler oder Sportler fördern.

Die Definition für eine Stiftung des öffentlichen Rechts lautet:

Im deutschen Recht können nicht nur privatrechtliche, sondern auch öffentliche Stiftungen gegründet werden. Diese nennen sich dann Stiftungen des öffentlichen Rechts.
Dabei handelt es sich um organisatorisch verselbstständigte rechtsfähige Institutionen mit dem Zweck der Verwaltung eines Bestandes an – vom Staat bereitgestellten – öffentlichem Vermögen hinsichtlich eines öffentlichen Zwecks.

Quelle: https://www.juraforum.de/lexikon/stiftung-oeffentlichen-rechts

Die Definition für Stiftungen bürgerlichen Rechts weicht davon in einigen Aspekten ab:

Zuwendung von Vermögenswerten für bestimmte, oft gemeinnützige oder wohltätige Zwecke (Stiftungsgeschäft). Eine Stiftung hat keine mitgliedschaftliche Struktur. Der Stifter setzt ein Kuratorium, einen Stiftungsrat ein, der sich i.d.R. durch Kooptation (Berufung) selbst ergänzt.

Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/stiftung-44223/version-267539

Neben den Stiftungen bürgerlichen Rechts gibt es Stiftungen öffentlichen Rechts, die mit Vermögen wirtschaften, dass aus öffentlichen Geldern zusammengesetzt ist. Sie werden aufgrund eines öffentlichen Beschlusses gegründet.

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Wem gehört eine Stiftung?

Eine Stiftung gehört niemandem. Es handelt sich um eine juristische Person, die sich selbst gehört. Der Stifter überträgt sein Vermögen dauerhaft an die Stiftung. Kündigungen und Rückerstattungen sind nicht möglich. Stiftungen haben auch keine Mitglieder. Das Vermögen wird nach dem Tod des Stifters nicht vererbt.

Der Begriff Stiftung kann auch als Synonym für die Vermögensmasse selbst verwendet werden. Die Frage: „Sind Stiftungen privat oder öffentlich?“, lässt sich also ganz klar beantworten. Eine Stiftung kann sowohl privat als auch öffentlich sein. Die Stiftung Warentest und die Lotto-Stiftungen sind übrigens öffentliche Stiftungen. Dabei handelt es sich um Bundes- bzw. Länderstiftungen. Wer also Lotto spielt, fördert damit den Stiftungszweck der betreffenden Lotterie.

Fassen wir hier die wesentlichen Kernpunkte einer Stiftung zusammen:

  • In eine Stiftung wird Vermögen eingebracht.
  • Eine Stiftung dient meist einem gemeinnützigen Zweck.
  • Eine Stiftung hat drei Einkommensquellen: Kapitalerträge, Spenden, Zustiftungen.
  • Es gibt öffentliche Stiftungen und Stiftungen, die durch Privatpersonen gegründet wurden.

Damit ist die Aufgabe „Was ist eine Stiftung? Einfach erklärt“ erfüllt. Es gibt allerdings noch sehr viel mehr zum Thema Stiftungen zu wissen. Immerhin gibt es in den Rechtswissenschaften einen eigenen Bereich, der als Stiftungsrecht bezeichnet wird. Zahlreiche Juristen haben sich auf diesem Gebiet als Experten positioniert, damit von Anfang an alles korrekt verläuft.

Beispiele für bekannte Stiftungen in Deutschland

In Deutschland gibt es mehr als 20.000 Stiftungen bürgerlichen Rechts. 95 Prozent von ihnen sind als gemeinnützig eingestuft. Die drei größten Stiftungen bürgerlichen Rechts sind aktuell die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung aus Essen, die Baden-Württemberg Stiftung gGmbH aus Stuttgart und die Bertelsmann Stiftung mit Sitz in Gütersloh.

Prominente Stifter sind häufig unter Profisportlern oder Unternehmern zu finden. So gründete der Profifußballer Philipp Lahm eine Stiftung, die durch sehr geringe Verwaltungskosten positiv auffällt. Er tritt damit in die Fußstapfen der bereits verstorbenen Prominenten Hans Rosenthal und Karlheinz Böhm. Der bekannte Immobilieninvestor und Unternehmer Jakob Mähren hat ebenfalls eine Stiftung gegründet. Sein Anliegen sind soziale Projekte in seiner Heimatstadt Berlin. Prominente, die Stiftungen gründen, sind für die Gesellschaft wichtig. Ihr Vermögen kann helfen, soziale oder kulturelle Projekte am Leben zu halten. So werden die Sparmaßnahmen in den öffentlichen Haushalten entlastet. Gleichzeitig ist die Gründung einer Stiftung ein zusätzlicher Imagegewinn, der Sozialneid gegenüber den Superreichen abmildern kann.

Wie funktioniert eine Stiftung?

Eine Stiftung ist nicht schwer zu verstehen. Nachdem der Stifter sein Vermögen eingebracht hat, muss dieses zum Stiftungszweck verwendet werden. Den Stiftungszweck legt der Stifter selbst fest. Hierbei sind ihm kaum Grenzen gesetzt, außer, er will eine Gemeinnützigkeit erreichen. Dann ist er an die Definition der Gemeinnützigkeit gebunden. Hier heißt es in § 52 der Abgabenordnung (AO), dass eine Gemeinnützigkeit zum Beispiel bei Förderung von Wissenschaft und Forschung, Gleichberechtigung oder religiösen Zwecken gegeben ist.

Das bedeutet, dass beispielsweise eine Stiftung, die wissenschaftliche Forschungsprojekte fördern soll, in der Regel eine Art Antragsverfahren erstellt. Wer Förderungen in Anspruch nehmen will, muss mit seinem Vorhaben mit der Satzung der Stiftung übereinstimmen. In unserem Beispiel könnte die fiktive Stiftung also nicht den Bau eines Parkhauses fördern. Die Stiftung teilt die Zuwendungen den verschiedenen ausgewählten Projekten zu und erwartet in der Regel einen Rechenschaftsbericht nach Abschluss des Projekts. Neben den Förderungen sorgt die Stiftung selbst für ein Wachstum ihres Stiftungskapitals. Sie sammelt Spenden und legt das Vermögen nach Möglichkeit gewinnbringend an. Wer Angestellter einer Stiftung ist, erhält ein normales Gehalt. Stiftungen sind angehalten, nicht mehr als unbedingt notwendig der Ausgaben für interne Belange auszugeben. Hierzu zählen Mieten und Gehälter. Eine konkrete Zahl gibt es nicht. Es muss erkennbar sein, dass der überwiegende Teil der Ausgaben dem Stiftungszweck zugeführt wird. Der Grund für diese Vorschrift liegt in den Steuervorteilen, die eine Stiftung genießt. Diese Steuervorteile sollen nicht dazu genutzt werden, dass die Angestellten oder der Vorstand sich an der Stiftung bereichern.

Warum sollte man eine Stiftung gründen?

Warum sollte man eine Stiftung gründen?

Wer darüber nachdenkt, eine Stiftung zu gründen, wird in erster Linie Kapital für einen bestimmten Zweck binden wollen. Entweder will er sein gemeinnütziges Interesse ausdrücken und realisieren, oder er beabsichtigt zum Beispiel seine Familienangehörigen abzusichern. Es ist möglich, eine Stiftung für ein behindertes Kind zu gründen, damit es auch nach dem Tod der Eltern gut versorgt ist. Aber auch für gesunde Kinder eine Stiftung zu gründen, kann eine gute Idee sein. Wenn in der Satzung festgelegt ist, dass die Kinder regelmäßige Bezüge erhalten, kann auf diese Art eine Erbschaft als Einmalzahlung ausgeschlossen werden. Hier besteht eine Möglichkeit, die Erbschaftssteuer zu umgehen. Auf die Frage „Wie entsteht eine Stiftung?“, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Eine Stiftung zu gründen kann verschiedene Beweggründe haben.

Welche Schritte sind nötig, um eine Stiftung zu gründen?

Wer eine Stiftung gründen will, steht vor vielen Fragen. Wie bei einer Unternehmensgründung auch, gibt es eine Vorgründungsphase, in der der Stifter Informationen sammelt, sich beraten lässt und sein eigenes Vorhaben grob skizziert. Für viele scheint die Gründung einer Stiftung zuerst ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Dabei ist die Gründung einer Stiftung relativ leicht. In nur drei Schritten ist alles erledigt.

1.Schritt

Das Stiftungsgeschäft

Unter dem Stiftungsgeschäft versteht man die Erklärung des Stifters, Vermögen für den von ihm gewählten Zweck einzubringen. Damit verabschiedet er sich in den meisten Fällen von seinem Geld, zumindest offiziell. Das Ende dieses Schrittes wird dadurch markiert, dass er diese Erklärung, den Stiftungsakt, unterschreibt. Er kann sich den Stiftungsakt notariell beglaubigen lassen. Zwingend erforderlich ist das jedoch nicht. Wer bei der Gründung seiner Stiftung Kosten sparen will, verzichtet auf das Zutun des Notars.

2.Schritt

Die Satzung

In der Satzung für eine Stiftung sind die folgenden Angaben verpflichtend:

  • Stiftungszweck
  • Stiftungsname
  • Stiftungssitz
  • Vermögenshöhe (identisch mit der Angabe im Stiftungsakt)
  • Regelungen zum Vorstand

Bei einer Verbrauchsstiftung wird auch die Auflösung nach der Aufzehrung des Kapitals festgeschrieben.

Wer die Begünstigten in die Satzung aufnimmt, wie bei einer Familienstiftung üblich, wird keine Gemeinnützigkeit erhalten. Das ist der Abgabenordnung geregelt. Die Zahl der Begünstigten einer Stiftung darf nämlich nicht begrenzt sein. „Eine Förderung der Allgemeinheit ist nicht gegeben, wenn der Kreis der Personen, dem die Förderung zugute kommt, fest abgeschlossen ist, zum Beispiel Zugehörigkeit zu einer Familie oder zur Belegschaft eines Unternehmens, oder infolge seiner Abgrenzung, insbesondere nach räumlichen oder beruflichen Merkmalen, dauernd nur klein sein kann.“ (Quelle: Abgabenordnung, 2. Teil, 3. Abschnitt, § 52).

Bei der Festlegung des Zwecks der Stiftung ist Vorsicht geboten. Er sollte so genau definiert sein, wie möglich und so flexibel bleiben wie möglich. Eine Änderung zu einem späteren Zeitpunkt ist mit viel Aufwand verbunden und muss von der Stiftungsbehörde genehmigt werden. Die zuständige Behörde muss den Zweck als eindeutig erkennen können.

3.Schritt

Antragstellung bei der zuständigen Stiftungsbehörde

Zum Antrag gehört auch das Einreichen von Stiftungsakt und Satzung. Die zuständige Stiftungsbehörde wird Ihre Unterlagen prüfen und über die Gründung entscheiden. Wenn sie grünes Licht gibt. Ist die Stiftung rechtsfähig.

Formen von Stiftungen/ Stiftungsarten

Neben der Unterscheidung zwischen öffentlichen Stiftungen (Stiftungen öffentlichen Rechts) und privaten Stiftungen (Stiftungen privaten Rechts) gibt es verschiedene Formen wie die Trägerstiftung, die Familienstiftung und viele weitere. Die bekanntesten Stiftungsformen werden hier vorgestellt. Dabei gibt es interessante Formen für diejenigen unter den Gründern, die das gestiftete Vermögen nicht ganz aus dem eigenen Umfeld entlassen wollen. So gibt es Formen, die den Kreis der Begünstigten auf Familienmitglieder begrenzen. Diese Stiftungen werden jedoch nicht als gemeinnützig anerkannt. Steuerlich relevant ist in jedem Fall die Unterscheidung in gemeinnützige Stiftungen und nicht gemeinnützige Stiftungen. Eine nicht gemeinnützige Stiftung zahlt in jedem Fall Körperschaftssteuer. Ist sie gewerblich tätig, wird auch die Gewerbesteuer fällig. Die anerkannte Gemeinnützigkeit mindert die Steuerschuld.

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Trägerstiftung

Bei einer Trägerstiftung wird mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital das Unternehmen gefördert, für das die Stiftung gegründet wurde.

Familienstiftung

Hier spielen in der Regel Zwecke eine Rolle, die der Sicherung des Familienvermögens dienen. Eine Familienstiftung muss keinen gemeinnützigen Status haben. Da die Begünstigten in der Satzung festgelegt sind, wird in der Regel keine Gemeinnützigkeit gewährt. Für die Versorgung der Familie dürfen nur 30 Prozent des Vermögens genutzt werden. Von den Ausschüttungen der Stiftung an die Familienmitglieder werden 25% Kapitalertragssteuer gefordert. Für die Stiftung selbst beträgt die Höhe des Steuersatzes 16,35% zuzüglich der anfallenden Gewerbesteuer.

Treuhandstiftung

Die Treuhand-Stiftung bedingt, dass ein Treuhänder das Stiftungskapital verwaltet. Hier ist die Höhe des Gründungskapitals nicht festgelegt. Der Treuhänder haftet für die sachgerechte Verwendung der Gelder und wird vom Finanzamt kontrolliert.

Verbrauchsstiftung

Die meisten Stiftungsformen sind verpflichtet, das Vermögen unangetastet zu lassen. Eine andere Form ist die Verbrauchsstiftung. Hier wird vereinbart, dass das Vermögen nach und nach aufgebraucht wird. Ist es vollkommen aufgebraucht, löst sich die Stiftung auf. Diese Stiftungsform eignet sich sehr gut für die Sicherung des eigenen Vermögens.

Bürgerstiftung

Eine Bürgerstiftung soll die Teilhabe der Bürger an gesellschaftlichen Aufgaben stärken. Das Anfangskapital soll von den Bürgern aufgestockt werden. Die Bürgerstiftung widmet sich meist sozialen Aufgaben.

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Wie funktioniert eine Familienstiftung?

Häufig hört man in den Medien den Ausdruck „Familienstiftung“. Hierbei handelt es sich um eine Sonderform unter den Stiftungen. Die Familienstiftung ist wie folgt definiert:

Familienstiftungen sind Stiftungen, deren Begünstigte (Destinatäre) in einem familiären verwandtschaftlichen Zusammenhang mit dem Stifter stehen. Dabei ist die Familienstiftung ganz oder teilweise auf die Förderung oder Verfolgung des Interesses einer oder mehrerer bestimmter Familien bzw. Familienmitglieder gerichtet. Für die Unternehmensnachfolge bietet die Gründung einer Familienstiftung die Möglichkeit Eigentum und Management getrennt zu übertragen.

Quelle: https://nachfolgewiki.de/index.php/Familienstiftung

Wie genau funktioniert eine Familienstiftung & Worin unterscheidet sie sich von anderen Stiftungen?

Der wichtigste Unterschied zwischen einer Familienstiftung und den meisten anderen Stiftungen liegt sicher darin, dass Familienstiftungen nicht gemeinnützig eingestuft sind. Trotzdem muss in der Satzung ein Stiftungszweck genannt sein. Für eine Familienstiftung werden häufig einer oder mehrere der folgenden Gründe aufgeführt:

  • Förderung des Familienzusammenhalts
  • Erhalt des Familienvermögens
  • Hilfsmöglichkeiten für Familienmitglieder in Not schaffen
  • Vorfahren ehren durch Grabpflege, Ahnenforschung etc.
  • wirtschaftliche Versorgung und Absicherung der Familie

Oft werden Familienstiftungen ins Auge gefasst, wenn keine Nachfolge für Familienunternehmen vorhanden ist oder zu viele Erben zu einer Zersplitterung führen könnten. Auch, wenn die Familie gesellschaftliche Ziele verfolgt, kann eine Familienstiftung sinnvoll sein. Sehr oft werden Familienstiftungen gegründet, weil die Familienmitglieder zwar von Vermögen der Familie profitieren sollen, aber keine Entscheidungsgewalt haben sollen. Das kann bei Suchtproblemen oder behinderten Familienangehörigen der Fall sein.

Vor- und Nachteile einer Familienstiftung

Familienstiftungen haben Vorteile und Nachteile, über die ein potenzieller Stifter informiert sein sollte, bevor er zur Tat schreitet.

FAQ zum Thema Stiftung

Kann eine Stiftung pleite gehen?

Eine Stiftung sollte vom Grundsatz her niemals pleite gehen. Schließlich ist sie darüber definiert, dass sie Gewinne aus dem Stiftungsvermögen generieren soll. Trotzdem kann eine Stiftung in die Situation geraten, dass ihr Kapital verbraucht ist. Wenn sie die Verpflichtungen gegenüber Dritten nicht mehr erfüllen kann, muss der Vorstand der Stiftung Insolvenz beantragen. Eine Verbrauchsstiftung muss keine Insolvenz beantragen, wenn das Kapital verbraucht ist. Ihre Auflösung war bereits in der Satzung festgeschrieben. Sie löst sich schlicht auf.

Kann eine Stiftung verkauft werden?

Da eine Stiftung niemandem gehört, sondern eine eigenständige juristische Person ist, kann sie nicht verkauft werden. Allerdings ist es möglich, dass die Stiftung aufgelöst wird. Das kann durch behördliches Eingreifen der Fall sein, wenn die Stiftung mit dem Stiftungsrecht unvereinbar geworden ist. Außerdem kann eine Stiftung durch Insolvenz aufgelöst werden. Die dritte Möglichkeit ist gegeben, wenn der Stiftungszweck nicht mehr existiert. Wenn eine Stiftung beispielsweise soziale Projekte einer Dorfgemeinschaft fördern sollte, wird die Stiftung aufgelöst, wenn die Dorfbevölkerung keine sozialen Projekte mehr durchführen kann. Wenn eine Stiftung zum Zweck hat, Menschen mit einer speziellen Krankheit Bildung zu ermöglichen, ist die Stiftung aufzulösen, sobald die Krankheit nicht mehr auftritt. In einem solchen Fall kann der Zweck umformuliert werden. Allerdings ist hierzu die Genehmigung durch die zuständige Stiftungsbehörde notwendig.

Wie hoch sind die Gründungskosten für eine Stiftung?

Eine Satzung und eine notarielle Beglaubigung kosten Geld. Allerdings können Stifter die Satzung auch selbst erstellen. Eine Beteiligung Dritter ist hier nicht vorgeschrieben. Ohne eine fundierte Beratung sollte eine Satzung jedoch nicht erstellt werden. Eine nachträgliche Änderung muss von der Stiftungsbehörde genehmigt werden. Auch der Notar ist nicht, wie etwa bei der Gründung einer Kapitalgesellschaft, vorgeschrieben. Eine beglaubigte Urkunde ist trotzdem eine Zier für das Stiftungsgebäude. Eine Stiftung zu gründen ist ein besonderer Schritt, der mit der notwendigen Aufmerksamkeit gegangen werden sollte. Wer die wenigen Euros für den Notar sparen muss, sollte sich Gedanken machen, ob er ausreichend Vermögen für eine Stiftung hat. Die Gebühren für die Beglaubigung sind nicht variabel. Sie richten sich nach allgemeinen Gebührenordnungen. Der größte Anteil der Gründungskosten entfällt auf das Stiftungskapital. Die meisten Experten empfehlen eine Gründungssumme in sechsstelliger Höhe. Es gibt allerdings auch die Auffassung, dass etwa 50.000 Euro ausreichend sind. Hier kommt es auf den Einzelfall und den Stiftungszweck. Die Rettung alter Kunstschätze vom Meeresboden ist kostenintensiver als das Angebot eines gesunden Frühstücks in einer Dorfschule.

Wie werden Stiftungen besteuert?

Die Frage nach den Steuern ist vor allem wichtig, wenn steuerliche Überlegungen zur Gründung der Stiftung geführt haben. Nicht selten steht am Anfang der Überlegungen pro und contra eine Stiftung die Frage „Sind Stiftungen steuerpflichtig?“. Stiftungen zahlen Körperschaftssteuer wie eine GmbH oder eine UG. Was eine Stiftung steuerlich bringt, ist allerdings nicht die richtige Frage. Da die Stiftung sich selbstgehört und das Kapital nur für den Stiftungszweck ausgegeben werden darf, entstehen keine direkten geldwerten Vorteile durch die Stiftung. Bei einer Familienstiftung liegt eine Ausnahme vor. Ist diese zum Beispiel gegründet, um den eigenen Kindern die Ausbildung zu sichern, entfällt unter Umständen die Unterhaltspflicht für die Eltern, weil die Kinder eigenes Einkommen durch die Stiftung haben und damit nicht bedürftig sind. Die Eltern behalten also schlicht mehr Geld in der eigenen Geldbörse, weil der Nachwuchs aus dem Familienvermögen versorgt ist.

Kann man mit einer Stiftung Geld verdienen?

Mit einer Stiftung kann niemand Geld verdienen, außer der Stiftung selbst. Es ist allerdings auch im Rahmen einer Stiftung gestattet, den Vorsitzenden und andere Mitarbeiter zu entlohnen.

Wie funktioniert eine gemeinnützige Stiftung?

Eine gemeinnützige Stiftung ist bei Stiftungen der Regelfall. Das Vermögen der Stiftung wird für den gemeinnützigen Zweck ausgegeben, der in der Satzung festgelegt ist. Der Antrag auf Gemeinnützigkeit wird beim Finanzamt gestellt. Wird er bewilligt, fällt die Steuerschuld für die Stiftung ebenso gering aus wie für einen Verein.

Ist eine Stiftung eine Rechtsform?

Eine Stiftung ist eher eine Organisationsform. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie an einen Zweck gebunden ist, der in der Satzung festgelegt ist. Stiftungen können darüber hinaus verschiedene Rechtsformen wie die Trägerstiftung, die Familienstiftung oder die Stiftungs-GmbH annehmen. In jedem Fall ist eine Stiftung eine juristische Person.

Ist eine Stiftung eine NGO?

Eine NGO ist eine Nicht-Regierungs-Organisation (Non Gouvernement Organisation). Sie erfüllt in der Regel einen gesellschaftspolitischen oder sozialen Auftrag. Eine Stiftung kann eine NGO sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede NGO als Stiftung organisiert ist. Es bedeutet ebenfalls nicht, dass jede Stiftung eine NGO sein muss. Der Begriff NGO bezieht sich auf die Themen und Inhalte der Arbeit, während der Begriff Stiftung eher formale Rahmenbedingungen bezeichnet.

Kann eine Stiftung eine GmbH sein?

Es gibt eine Stiftungs-GmbH. Diese Form unterscheidet sich von einer GmbH vor allem dadurch, dass keine Gewinne an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Sie verbleiben in der Stiftung. Außerdem wird ein Stiftungszweck verfolgt. Die Organisation der Stiftungs-GmbH ist darauf ausgerichtet. Das Stammkapital ist als Stiftungsvermögen zum dauerhaften Erhalt bestimmt.

Kann eine Stiftung Immobilien kaufen?

Eine Stiftung verwaltet das Stiftungskapital. Dabei ist darauf zu achten, dass Gewinne erzielt werden. Wenn dieses Ziel erreicht wird, kann eine Stiftung auch Immobilien kaufen. Sie können unter anderem dem Zweck der Stiftung dienen. Eine Stiftung kann auch von Beginn an Immobilien im Stiftungsvermögen haben. Es ist gerechtfertigt, dass eine Stiftung ihren Sitz in einer eigenen Immobilie hat.

Kann eine Stiftung Gesellschafter einer GmbH sein?

Eine Stiftung darf Beteiligungen erwerben, wenn sich dadurch das Stiftungskapital vergrößert oder zumindest nicht verkleinert. Wenn durch die Beteiligungen an einer GmbH oder an einem anderen Unternehmen Gewinne an die Stiftung ausgeschüttet werden, ist das im Sinne des Stiftungsrechts. Ist die Stiftung gemeinnützig, werden diese Gewinne geringer besteuert als für eine nicht gemeinnützige Stiftung.

Was ist bei der Gründung einer Stiftung zu beachten?

Um eine Stiftung zu gründen, sollte ausreichend Kapital vorhanden sein. Die Stiftung braucht das Kapital, um den Stiftungszweck zu erfüllen. Eine Stiftung ist darüber hinaus eine juristische Person, die nicht gekündigt werden kann. Wer also das Kapital nur vorübergehend anlegen will, ist mit einer Stiftung schlecht beraten.

Warum hat eine Stiftung keinen Eigentümer?

Da eine Stiftung sich selbst gehört, kann sie keinen Eigentümer haben. Sie besteht aus dem Stiftungskapital und handelt im Sinne der eigenen Satzung. Wenn eine Stiftung nicht weitergeführt werden kann, fällt das Kapital an die betreffenden Finanzbehörden. Es wird nicht den Erben des Stifters ausgezahlt.

Gibt es für eine Stiftung ein Mindestkapital?

Theoretisch gibt es kaum Vorschriften hinsichtlich des Vermögens, mit dem eine Stiftung ausgestattet sein muss. Da die Stiftung einen Zweck erfüllen muss, an den sie gebunden ist, wird jedoch bei der Gründung geprüft, ob dieser Zweck mit dem Vermögen erfüllt werden kann. Experten gehen davon aus, dass eine Stiftung ab 100.000 Euro sinnvoll ist.

Kann jeder eine Stiftung gründen?

Jeder, der das 18. Lebensjahr erreicht hat und das erforderliche Vermögen einbringen kann, ist befugt, eine Stiftung zu gründen. Allerdings hängt das Gründungsvorhaben auch davon ab, ob der Stiftungszweck mit dem Stiftungsrecht übereinstimmt. Dabei sind für die gemeinnützige Stiftung besondere Bedingungen zu erfüllen.

Wie kann man eine Stiftung gründen für Kinder?

Viele Eltern wollen ihre Kinder gut abgesichert wissen. Dabei legen sie Wert darauf, dass das Vermögen nicht von der Erbschaftssteuer geschmälert wird. Eine Familienstiftung mit dem Zweck, die Versorgung der Kinder zu sichern, kann die Lösung sein.

Wer sollte eine Stiftung gründen für die Familie?

Das Familienvermögen ist vielen äußeren Faktoren unterworfen. Wer es für seine Familie sichern will, sollte über eine Stiftung nachdenken. Vermögenssicherung ist als Stiftungszweck möglich. In der Satzung könnte zum Beispiel verankert werden, dass Familienmitglieder in Not die Begünstigten sein sollen. So können vermögende Familien nicht nur ihre Mitglieder gegen Schicksalsschläge absichern, sondern auch verhindern, dass der Ruf und das Ansehen der Familie durch finanzielle Notlagen gefährdet werden.

Wann sollte man eine Stiftung gründen für Erben?

Wer zu Lebzeiten einen Streit um sein Erbe befürchtet, sollte eine Stiftung zu gründen in Betracht ziehen. Es lebt sich ruhiger, wenn der Nachlass geklärt ist. Eine vermögende Person sollte den richtigen Zeitpunkt wählen, um eine Stiftung zu gründen. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn sie über ihr Testament nachdenkt.

Kann man eine Stiftung gründen für Immobilien?

Da eine Stiftung bürgerlichen Rechts auch zum Zweck haben kann, Vermögen zu bewahren, kann das Stiftungskapital auch in Form von Immobilien erbracht werden. Außerdem können Immobilien und andere Sachwerte wie etwa Kunstgegenstände dem Zweck der Stiftung dienen. Kunststiftungen beispielsweise können durch private Museen oder Leihgaben eine kulturelle Absicht verfolgen.

Empfiehlt es sich, eine Stiftung gründen, um Steuern zu sparen?

Die meisten Stiftungen sind gemeinnützig (95 Prozent). Hier spielen Steuerersparnisse nicht die Hauptrolle. Wohlhabende könnten aber zum Beispiel eine Stiftung gründen, um Erbschaftsteuer zu sparen. Zu diesem Zweck wird in den meisten Fällen eine Familienstiftung gegründet.

Wo erhält man eine Beratung Gründen einer Stiftung?

Erste Informationen kann der Steuerberater geben. Die beste Anlaufstelle ist ein Unternehmensberater. Außerdem berät der Bundesverband über allgemeine Fragen zum Thema. Das Internet bietet zahlreiche Informationen für die erste Orientierung an. Zum Download findet man eine Stiftung-gründen-pdf., die einen guten Einblick gewähren kann.

Hat es eine Bedeutung, wo man eine Stiftung gründet?

Es gibt keine bundeseinheitliche Stiftungsregelung. Die Stiftungsbehörden sind Ländersache. Aus diesem Grund besteht unter Umständen ein Unterschied, wenn der Stifter seine Stiftung zu gründen in Berlin der Gründung seiner Stiftung in NRW vorzieht. Vor der Gründung sollten daher Informationen über die Bestimmungen im betreffenden Bundesland eingeholt werden. So kann sich die Situation ergeben, dass der Stifter, der in Hamburg wohnt, von der Gründung einer Stiftung Hamburg absieht und sich einen anderen Standort sucht.

Wie findet man einen Namen für seine Stiftung?

Der Name einer Stiftung ist eine Entscheidung für die Ewigkeit. Außer bei der Verbrauchsstiftung bleibt die Stiftung bestehen, auch nach dem Tod des Stifters. Deshalb sollte der Name gut überlegt sein. Viele ehren mit dem Namen eine große Persönlichkeit. Die Stiftung hat dann meist zum Zweck, dessen Lebenswerk fortzusetzen. Für diese Form der Stiftung eignet sich eine Bürgerstiftung gut. Am besten ist der Stifter beraten, wenn er seinen eigenen Namen wählt. Er sollte auf keinen Fall Namensrechte, Markenrechte oder andere Rechte Dritter verletzen. Eine ausgiebige Recherche im Netz schafft Klarheit. Wer seine Stiftung mit einer Internetpräsenz ausstatten lassen will, sollte im Vorfeld bei der Denic anfragen, ob der gewünschte Name für die Domain noch frei ist. Diese Organisation verwaltet die Domainnamen und kann Auskunft darüber geben, ob sich eine Domain für die Stiftung reservieren lässt.