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Unternehmen bewerten

Bewertung von Unternehmen

Sie möchten eine Unternehmensnachfolge antreten oder eine Mantelgesellschaft kaufen? Dann ist der aktuelle Wert des Unternehmens zu berechnen. In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Methoden zur Bewertung von Unternehmen durchgesetzt. Die anzuwendende Methode hängt vom Ziel und den Umständen der jeweiligen Bewertung ab. Bei einer Unternehmensbewertung kommen grundsätzlich mehrere Methoden zur Anwendung. Durch die Bildung eines Durchschnittswertes erhalten Unternehmensverkäufer eine zuverlässige Aussage über den tatsächlichen Wert ihres Unternehmens. Es gibt keine allgemeinverbindliche Bewertungsmethode. Der Wert von Unternehmen unterliegt einem Bemessungsspielraum. Die betriebswissenschaftlichen und rechtswissenschaftlichen Ansätze zur Bewertung von Unternehmen schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Der Anwender erhält durch die verschiedenen Unternehmenswerte die Möglichkeit, einen Durchschnittswert zu errechnen. Dieser Wert dient als Grundlage für den Unternehmensverkauf. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Es bedient sich der drei Verfahren „market approach“, „cost approach“ und „income approach“. Der Vorteil einer kombinierten Bewertung liegt darin, dass die Schwächen einzelner Berechnungsmethoden durch die Bildung eines Mittelwerts ausgleichbar sind.

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1 Traditionelle Berechnungsmethoden (für kleinere Unternehmen)

Traditionelle Berechnungsmethoden empfehlen sich für die Bewertung kleinerer Unternehmen. Sie basieren nicht auf theoretischen Überlegungen, sondern orientieren sich an praktischen Erfahrungen. Sie gehen davon aus, dass das zu verkaufende Unternehmen einen ähnlichen Wert erzielt wie ein vergleichbares Unternehmen, das in der Vergangenheit veräußert wurde. Daran anknüpfend geben sie eine Prognose für zukünftige Unternehmensverkäufe ab. Die Berechnungsmethoden sind „Faustregeln“, die als grobe Orientierung gelten. Der tatsächliche Marktwert von Unternehmen richtet sich auch nach anderen Faktoren, beispielsweise nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Die Akzeptanz von Unternehmensbewertungen steigt, wenn sie mit Fakten untermauert ist. Dies bedeutet, dass eine Unternehmensbewertung nur solide ist, wenn man sie mit Statistiken und Faktenwissen untermauert. Typische Daten, die in eine Unternehmensbewertung einfließen, sind Marktdaten, Kaufpreise ähnlicher Unternehmen und angenommene Gerichtsvergleiche.

Füllen Sie die folgenden Felder aus, um die Ergebnisse zu den jeweiligen Bewertungsverfahren zu erhalten.

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Wert des nicht-betriebs-notwendigen Vermögens (saldiert)

1.1 Ertragswert-Verfahren Formel der ewigen Rente

Das Ertragswertverfahren, auch als „Formel der ewigen Rente“ bezeichnet, bezieht den Kapitalisierungszins ein. Das Verfahren hat den Nachteil, dass schon geringe Abweichungen zu starken Wertveränderungen führen. Der Anwender bezieht sich bei der Berechnung auf aktuelle und zukünftige Unternehmenserträge. Es gilt der Grundsatz, dass der Kaufpreis mit den zu erwartenden Gewinnen ansteigt. Da es sich um eine Zukunftsprognose handelt, zieht der Anwender der Berechnungsmethode frühere Umsatzeinbußen ab. Dazu gehören Verluste, die durch mangelnde betriebswirtschaftliche Fähigkeiten im Management verursacht wurden oder Verdienstausfälle wegen Krankheit. Die Berechnung erfolgt unter Bezugnahme auf die Richtsatzsammlungen der Berufsverbände und der Finanzverwaltung. Der Anwender legt den Durchschnittsumsatz der letzten drei Jahre zugrunde oder bezieht sich auf Einzelaufstellungen. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist nur einer von vielen Faktoren. Der Anwender bezieht auch überschüssiges Betriebsvermögen mit ein, beispielsweise überschüssige Liquiditätsreserven, Immobilien und Luxusgegenstände.

1.2 Buchwert-Verfahren

Bei vielen Freiberuflern ist die Anwendung des Buchwert-Verfahrens im Gesellschaftsvertrag verankert. Das Buchwert-Verfahren dient als Grundlage für viele andere Verfahren. Das Buchwert-Verfahren berechnet den Unternehmenswert nach den Buchwerten der Unternehmensgegenstände. Da der eingetragene Buchwert oftmals vom tatsächlichen Buchwert abweicht, ist das Verfahren relativ unzuverlässig. Es bietet jedoch den Vorteil, dass kaum Bewertungsspielräume existieren. Die Gerichte betrachten das Buchwert-Verfahren bei der Berechnung einer Abfindung als sittenwidrig. Deshalb kommt es nur in bestimmten Situationen zum Tragen.

1.3 Substanzwert-Verfahren

Das Substanzwert-Verfahren berechnet den Unternehmenswert auf der Grundlage des Eigenkapitals. Der Anwender addiert den Wert vorhandener Vermögensgegenstand zu einer Summe. Anschließend zieht er die Verbindlichkeiten, d.h. die Schulden der Gesellschaft von diesem Wert ab. Die Formel ist relativ simpel: Vermögen minus Verbindlichkeiten. Die offenen Forderungen der Gesellschaft bleiben unberücksichtigt. Das Substanzwert-Verfahren kommt bei der Übernahme von Handwerksbetrieben und in der Land- und Forstwirtschaft zum Einsatz. Es findet bei der Besicherung von Bankdarlehen und der Ermittlung des Finanzbedarfs im Rahmen der Einnahmen-Überschuss-Rechnung Berücksichtigung. Beim Substanzwert-Verfahren bezieht der Anwender „stille Reserven“ ein, darunter die Qualifikationen der Mitarbeiter, der vorhandene Kundenstamm, das Know-how und der Ruf des Unternehmens.

1.4 Mittelwert-Verfahren

Das Mittelwert-Verfahren ist die bekannteste Methode zur Ermittlung des Unternehmenswerts. Dabei kommt oftmals die Schmalenbach-Formel zum Einsatz. Der Anwender addiert die Hälfte von Ertragswert und Substanzwert. Die Praktiker-Methode bietet den Vorteil, dass sie eine sehr einfache Berechnung ermöglicht. Sie vereint die Vorteile des Ertrags- und Sachwert-Verfahrens und gleicht deren Nachteile stellenweise aus.

1.5 Übergewinn-Kapitalisierung

Bei der Übergewinn-Kapitalisierung legt der Anwender die zukünftigen Gewinne eines Unternehmens zugrunde. Er berechnet zunächst, ob und in welcher Höhe das Unternehmen zukünftige Zinsen auf sein Vermögen erwirtschaftet. Diese Verzinsung zieht er vom Jahresüberschuss ab und legt den restlichen Jahresüberschuss als Berechnungsgrundlage zugrunde. Der Anwender der Bewertungsmethode bezieht Zuschläge für Risiken ein.

1.6 Übergewinn-Abgeltung

Bei der Übergewinn-Abgeltung erfolgt eine befristete Kapitalisierung des Jahresüberschusses. Die Berechnungsmethode kommt häufig bei Unternehmen mit einer befristeten Ertragserwartung zur Anwendung. Eine verminderte Ertragserwartung kann auf auslaufende Mietverträge oder Patente zurückzuführen sein. Der Anwender berechnet die Differenz von Ertrag und Sachwert-Verzinsung mit der Anzahl der befristeten Jahresgewinne.

1.7 Stuttgarter Verfahren

Das Stuttgarter Verfahren fußt auf dem Steuerrecht. Dort wird es zur Bewertung unnotierter Gesellschaftsanteile genutzt. Die zukünftige Entwicklung der Einnahmen orientiert sich am bereinigten Gewinn der letzten drei Jahre. Der Kapitalisierungszinssatz beträgt neun Prozent, die Kapitalisierung ist auf fünf Jahre befristet.

1.8 Schweizer Verfahren

Der Name des Schweizer Verfahrens stammt von seinem Anwendungsgebiet - es wird hauptsächlich in der Schweiz angewendet. Es handelt sich um ein Mittelwert-Verfahren bei dem der Ertragswert zu zwei Dritteln einfließt, der Sachwert jedoch nur zu einem Drittel.

1.9 Wiener-Verfahren

Das Wiener Verfahren ähnelt dem Mittelwert-Verfahren und wird hauptsächlich in Österreich angewendet. Es ist stark vereinfacht und soll eine einfache steuerliche Bewertung ermöglichen.

1.10 Umsatzverfahren

Das Umsatzverfahren kommt hauptsächlich bei Freiberuflern wie Architekten, Ärzten, Rechtsanwälten und Steuerberatern zum Einsatz. Der Wert des Unternehmens berechnet sich nach seinen Umsätzen, die mit einem branchenüblichen Erfahrungssatz zu multipliziert sind.

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2 Gesamtergebnis und Schlußbemerkung (Mittelwert aller Ergebnisse)

Die Unternehmenswertberechnung führte zu einem Wert des Gesamtunternehmens von: . 💶